FAQ
HaftungsausschlussEinführung
Vor- und Nachteile von dynamischen Datenträgern
In der Praxis
© 2009, by Thorsten Tarrach
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Die hier beschriebenen Vorgänge können zu Datenverlust führen. In keinem Fall haftet der Autor für Datenverluste, Produktionsausfälle oder ähnliches.
Grundsätzlich sollte vor dem Partitionieren ein vollständiges Backup des Systems erfolgen.
Achtung: Ich habe erfahren, dass es in Verbindung mit Vista zu Problemen kommen kann, wenn man einen dynamischen Datenträge zuerst in Vista importiert und später wieder in WinXP nutzen will. Ich habe keine eigenen Erfahrungen dazu.
nach obenWie du bereits weißt, dienen Partitionen nur zum Einteilen der Festplatte. Offensichtlich wurde an dem Konzept auch bereits nachgebessert: Nur mit einer erweiterten Partition kann man mehr als 4 Partitionen auf einem Datenträger anlegen.
Seit Windows 2000 gibt es jetzt eine Alternative: dynamische Datenträger. Damit werden die Festplatten komplett anders verwaltet. Da man sich von dem alten Konzept völlig getrennt hat, konnte man auch viele neue Funktionen hinzufügen, die über das einfache Aufteilen der Festplatte weit hinausgehen.
Ich werde in diesem Text hauptsächlich auf die Vor- und Nachteile von dynamischen Datenträgern eingehen. Wenn du dich erst mal entschieden hast, ist die Handhabung relativ einfach.
Wichtig: Ich setze in dieser FAQ das Wissen über Partitionen aus meiner FAQ über Partitionieren voraus. Statt Partitionen spricht man bei dynamischen Datenträgern von Volumes. Ich werde deshalb hier immer dieses Wort benutzen.
nach obenZuerst ein paar Worte zum Aufbau von dynamischen Datenträgern. Dynamische Datenträger nutzen die Partitionstabelle nicht. In der Partitionstabelle wird lediglich eine große Primäre Partition im nicht-DOS Format eingetragen, damit DOS nicht denkt die Platte wäre leer und sie partitioniert. Die Informationen über die Volumes sind im letzen MB der Festplatte festgehalten.
Hier
erfährst du mehr über den internen Aufbau (englisch).
Hot Swap: Festplatten können während des Betriebs von Windows 2000 / XP in Echtzeit entfernt werden und eingeschoben werden. Vorrausetzung ist jedoch ein Controller, der diese Feature unterstützt.
Volumes: Folgende Volumes sind unter Windows 2000 / XP möglich.
Einfache Volumes: Sind wie Partitionen.
Übergreifendes Volumes: Diese Volumes erstrecken sich über zwei oder mehr Festplatten. Mann kann auch freien Speicherplatz auf einem Datenträger in einem Volume hiermit zusammenfassen. So kann zum Beispiel von Festplatte1 10 GB mit 20 GB von Festplatte2 zu einer 30 GB Partition machen.
Stripesetvolumes: Der freie Speicherplatz auf zwei verschiedenen Datenträgern kann zu einem Stripeset zusammengefasst werden. Die hierauf gespeicherten Daten können schneller angesprochen werden. So kann 10 GB von Festplatte1 und 10 GB von Festplatte2 zu einer schnellen 20 GB Partition werden.
Gespiegelte Volumes: Der freie Speicherplatz auf zwei verschiedenen Datenträgern kann zu einem gespiegelten Volume zusammengefasst werden. Die hierauf gespeicherten Daten werden immer auf beide Datenträger geschrieben. Wenn einer Ausfällt ist immer noch alles da. Aber du verlierst auch die Hälfte des Speicherplatzes. So werden 10 GB von Festplatte1 und 10 GB von Festplatte2 zu einer sicheren 10 GB Partition.
Raid5: Hier werden die Daten über mindestens drei Datenträger verteilt. Wenn einer Ausfällt, kann immer noch alles rekonstruiert werden. Du verlierst den Speicherplatz einer Festplatte.
Dynamische Datenträger ergeben erst Sinn, wenn du mindestens zwei Festplatten hast. Sie haben aber noch mehr Nachteile:
Kompatibilität: Dynamische Datenträger können nur unter Windows 2000 und Windows XP Professional Edition (nicht Home) gelesen werden. Nicht einmal Partition Magic oder Easy Recovery können die Volumes überhaupt sehen.
Weitere Einschränkungen, siehe unten.
Man muss zwischen Volumes, die schon vor der Konvertierung bestanden und denen, die nach der Konvertierung erstellt wurden unterschieden. Wenn du ein Volume löscht und wieder anlegst, gilt es als nach der Konvertierung erstellt.
Während des Setups:
Während des Setups kannst du nur Volumes sehen, die schon vor der Konvertierung
erstellt wurden. Alles andere erscheint alles freier Speicherplatz. Wenn du
während des Setups dann versuchst Partitionen zu erstellen oder zu löschen,
wird der ganze Datenträger gelöscht (natürlich mit Vorwarnung). Das erneute
Installieren und auch das Formatieren, der alten Partition (in jeden Fall der
Systempartition) ist aber möglich.
Während des Betriebs:
Volumes, die schon vor der Konvertierung bestanden können nicht erweitert
werden, damit sie über mehrere Datenträger reichen. Sie können jedoch zur
Datensicherheit gespiegelt werden. So kann die Systempartition niemals ein
erweitertes Volume, noch Teil eines Stripesets sein.
Versionsbedingt:
RAID5 und gespiegelte Volumes sind nur unter Windows 2000 Server, Advanced
Server und Datacenter Server möglich.
Einfach, übergreifende und Stripesetvolumes sind auch unter Windows 2000 / XP
Professional möglich.
Hinweis: In der c't vom 7/2003, Seite 216, die im c't-Archiv abrufbar ist, wird eine Möglichkeit beschrieben, wie RAID5 und gespiegelte Volumes auch unter Windows 2000 / XP Professional möglich sind. Unter XP Home funktioniert der Trick allerdings nicht.
nach obenWenn du doch trotz der Einschränkungen entschlossen hast, deine Festplatten in dynamische Datenträger zu konvertieren gehe wie folgt vor:
Du wirst dann gefragt, welche Festplatten du konvertieren willst. Du kannst gleich mehrere konvertieren. Noch ein paar Mal auf Ja klicken und ein Neustart, dann sind deine Festplatten konvertiert.
Hinweis: Externe Festplatten können nicht konvertiert werden (zumindest nicht, wenn sie über USB angeschlossen sind).
Hinweis: Zum Konvertieren muss mindestens 1 MB unpartitionierter Speicherplatz am Ende des Datenträgers verfügbar sein.
Das funktioniert nur mit externen Programmen und nur wenn du ausschließlich einfache Volumes hast.
Link zum Tipp.![]()
Klicke einfach Rechts auf freien Speicherplatz und dann auf Neues Volume. Du kannst dann den Typ deines Volumes auswählen.
Erweitere Volumes kannst du auch erstellen, indem du rechts auf ein Vorhandenes klickst und dann auf Volume erweitern. Du wirst dann gefragt, auf welche Festplatten du es erweitern willst.
Vorsicht: Der Restliche Speicherplatz auf dem aktuellen Datenträger ist automatisch gewählt. Eine Erweiterung lässt sich nicht rückgängig machen.
Spiegelungen können ebenfalls Nachträglich hinzugefügt werden.
Wenn du einen dynamischen Datenträger entfernst bleibt er in der Datenträgerverwaltung als Fehlend stehen. Alle Volumes darauf und auch die übergreifenden und Stripesets sind nicht mehr Verfügbar. Wenn du ihn wieder hinzufügst, werden diese Partitionen wieder aktiviert.
Du kannst den Datenträger endgültig aus der Datenträgerverwaltung löschen, indem zuerst alle Volumes darauf löscht und dann denn Rechts auf den Datenträger klickst und auf Datenträger entfernen. Natürlich werden die Volumes nicht auf den Datenträger gelöscht.
Achtung: Wenn du übergreifende Volumes und Stripesets löscht, kannst du sie nicht mehr benutzen, selbst wenn die alte Festplatte wieder hinzugefügt wird.
Wenn du einen anderen dynamischen Datenträger einbaust, wird er als Fremd bezeichnet.
Du kannst ihn importieren, indem du rechts darauf klickst und dann auf "Fremde Datenträger importieren klickst". Um übergreifende Volumes und Stripesets nutzen zu können, musst du jedoch alle dazugehörenden Datenträger importieren.
Mehr zum Importieren
findest du
hier
(englisch).
Leider kann ich dazu nichts sagen, da ich keinen entsprechenden Controller habe.
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