FAQ - Partitionieren unter Windows 2000 und XP

FAQ

Haftungsausschluss
Einführung
Partitionieren im Setup
Partitionieren während des Betriebs
Partitionen von FAT nach NTFS konvertieren


Haftungsausschluss

Die hier beschriebenen Vorgänge können zu Datenverlust führen. In keinem Fall haftet der Autor für Datenverluste, Produktionsausfälle oder ähnliches.

Grundsätzlich sollte vor dem Partitionieren ein vollständiges Backup des Systems erfolgen.

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Einführung

Dieser Teil der FAQ dreht sich um das Partitionieren der Festplatte unter Windows 2000 und XP. Es funktioniert unter beiden Betriebssystemen gleich, weshalb ich nur auf Windows XP eingehe. Ich behandele nur die eingebauten Tools. Natürlich kann auch Partition Magic 7 (PM6 für Win2k) benutzen. Dies funktioniert dann wie unter Win9x.

Seit Windows 2000 gibt es auch noch eine Alternative zum Partionieren: dynamische Datenträger. Darauf werde ich hier eingehen, da sie für den Normalbenutzer keine große Rolle spielen.

Achtung: Die hier beschriebenen Vorgänge können zu Datenverlust führen. Windows warnt normalerweise davor, wenn die Aktion zu Datenverlust führen kann. Manche Aktionen lassen sich nicht rückgängig machen. In keinem der genannten Fälle über nimmt der Autor eine Haftung, oder kann verantwortlich gemacht werden. Sichere alle deine Daten bevor du fortfährst.

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Partitionieren im Setup

Wenn du weder eine ältere Windows-Version updatest noch eine Windows-Installation reparierst, sondern eine neue Windows-Installation machst wirst du gebeten, eine Partition auszuwählen. Während dieses Schrittes kannst du auch Partitionen anlegen und löschen. Um diesen Dialog zu erhalten gehe wie folgt vor:

Es sieht dann wie folgt aus:

Windows XP Setup

Unten siehst du deine Festplatten und ihre Partitionen. Um primäre, erweiterte und logische Partitionen musst du dich gar nicht kümmern, das macht Windows schon von selbst richtig. Wenn du eine Partition wählst und L drückst kannst du sie löschen. Wenn du einen "unpartitionierten Bereich" wählst kannst du E drücken um eine Partition zu erstellen.

Hinweis: Wenn du eine Partition löscht, entsteht der freie Speicherplatz an dieser Stelle. Du kannst ihn nicht zusammenfassen mit anderem freien Speicherplatz, der an andere Stelle liegt. Es empfiehlt sich nicht nur deshalb, sich vorher Gedanken über die Partitionierung zu machen.

Tipps zur Partitionierung

Jedes Betriebssystem braucht eine Partition. DOS oder Win9x sollte auf die erste und sollte vor Windows 2000/XP installiert werden. Die Partitionierung muss man in diesem Fall vorher machen, da der Win9x Setup nichts entsprechendes anbietet.

Was du sonst noch für Partitionen brauchst, musst du selbst entscheiden.

Hinweis: Wenn du mehrere Betriebssysteme installieren willst, solltest über eine kleine FAT16 Partition am Anfang nachdenken, wo alle Betriebssysteme drauf zugreifen können.

Hinweis: Wenn er unten einen kleinen unpartitionierten Bereich anzeigt, liegt das daran, dass die erweitere Partition nicht bis zu Ende reicht. Das hat seine Gründe, die ich jetzt hier nicht erläutern kann. Versuche nicht, dies mit Partition Magic zu ändern. Im Gegenteil, du solltest den letzen MB der Platte immer frei lassen. Der XP Setup macht dies automatisch. Es empfiehlt sich, eine neue Platte immer hier zu Partitionieren. Das vermeidet Probleme.

Wähle eine Partition für die Installation aus und drücke die Eingabetaste um fortzufahren. Windows XP muss nicht auf der ersten Partition installiert werden, jedoch muss die erste Partition entweder FAT oder NTFS sein. Ansonsten muss sie während des Setup formatiert werden.

Hinweis: Wenn man einen unpartitionierten Bereich wählt, erstellt Windows automatische eine Partition daraus.

Formatieren

Als nächstens erhältst du vier bis sechs Optionen:

Die letzte Option steht nur zur Verfügung, wenn die Partition schon mal formatiert war, also nicht neu angelegt wurde. Dabei gehen keine Daten verloren. Normalerweise sollte man aber ein Partition für ein Betriebssystem schon neu formatieren, es sei, es sind noch wichtige Daten drauf.

Die vorletzte steht zur Verfügung, wenn der Datenträger schon mit FAT formatiert ist. Bei einer Konvertierung gehen keine Daten verloren, sie kann aber auch noch später durchgeführt werden.

Als nächstes sollte man sich über den Unterschied einer Schnell-Formatierung und einer normalen klar werden:

Die Schnell-Formatierung steht nur unter Windows XP zur Verfügung. Hier wird nur das Dateisystem angelegt. Das dauert nur einige Sekunden. Beim normalen Formatieren wird die ganze Festplatte vorher noch genau auf Fehler überprüft. Das kann je nach Größe bis zu eine Stunde dauern. Bei einer neuen Festplatte ist das zu empfehlen. keiner der beiden Methoden werden jedoch Daten sicher vernichtet. Das geht nur mit Profi Tools.

Dann bleibt noch die Frage, ob FAT oder NTFS als Dateisystem genutzt werden soll.

Hinweis: NTFS kann nicht nach FAT zurückkonvertiert werden, FAT kann aber nach NTFS konvertiert werden. Man sollte sich dennoch gleich entscheiden, da konvertierte NTFS Laufwerke wegen der kleineren Clustergröße langsamer sind.

Hinweis: Wenn du FAT wählst werden Partitionen kleiner als 2 GB mit FAT und Partitionen größer als 2 GB mit FAT32 formatiert.

Hinweis: Partitionen größer als 32 GB können nur mit NTFS formatiert werden.

Ich habe auf dieser Seite FAT und NTFS miteinander verglichen und versucht herauszuarbeiten, was für wen ist.

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Partitionieren während des Betriebs

Auch während des Betriebs von Windows 2000 und XP hast du die Möglichkeit die Partitionen deiner Festplatte zu ändern. Die eingebaute Datenträgerverwaltung bietet zwar nicht die Möglichkeiten, die du mit Partition Magic hast, ist jedoch ausreichend.

Wichtig: Ist der Rechner bereits vollständig partitioniert (z.B. nach dem Kauf eines Fertig-PCs), so ist es mit der eingebauten Datenträgerverwaltung nicht möglich die Partitionierung zu ändern, ohne mindestens eine bereits vorhandenen Partitionen mitsamt den darauf gespeicherten Daten zu löschen.
Insbesondere ist freier Speicherplatz auf einer Partition nicht gleich unpartitionierten Speicherplatz. (s.u.)
Software wie z.B. Partition Magic können freier Speicherplatz in unpartitioniertem Speicherplatz umwandeln.

Befolge folgende Anleitung um die Datenträgerverwaltung zu öffnen:

Hinweis: Nur Administratoren können die Datenträgerverwaltung öffnen.

Computerverwaltung

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten, die ich dir in den verschiedenen Unterteilen diese Abschnitts näher bringen will.

Für das ändern des Laufwerksbuchstaben und löschen von Partitionen reicht der obere Teil aus. Hier werden alle Laufwerke angezeigt. Unten werden die Laufwerke nach Datenträger geordnet angezeigt.

Ändern der Laufwerksbuchstaben

Laufwerksbuchstaben festlegen

Unter Windows 2000 / XP kann man die Laufwerksbuchstaben bis auf den des Systemlaufwerks einfach ändern.

Achtung: Viele Programme speichern den Laufwerksbuchstaben vom CD-ROM Laufwerk zum Beispiel. Ein Ändern des Buchstabens kann dazu führen, dass diese Programme nicht mehr korrekt funktionieren. Es ist deshalb unsinnig die Buchstaben nur zu ändern, damit es keine Lücken gibt.

Verfahre wie folgt um den Laufwerksbuchstaben zu ändern:

Hinweis: Wenn das Laufwerk in Verwendung ist, musst du neu starten, damit die Änderung wirksam wird.

Hinweis: Wenn du den Buchstaben eines CD-ROM Laufwerks ändern willst, in dem keine CD liegt kannst du unten rechts auf das Laufwerk klicken und dann auf "Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern".

Hinweis: Wie du schon gemerkt hast, kannst du statt oder zusätzlich zu einem Laufwerksbuchstaben ein leeres Verzeichnis auf einer NTFS Partition. Wenn du also g: zusätzlich c:\win95 zuordnest könntest du g:\windows auch über c:\win95\windows ansprechen. Dies macht jedoch nur selten Sinn. Zum Beispiel, wenn du mehr Laufwerke als freie Buchstaben hast. Man kann übrigens auch Verzeichnisse in andere Verlinken. Mehr dazu siehe hierexterner Link.

Löschen von Partitionen

Um eine Partition zu löschen gehe wie folgt vor:

Hinweis: Partitionen die eine Auslagerungsdatei enthalten sowie die Systempartition können nicht gelöscht werden.

Hinweis: Sind noch Dateien offen wirst du gewarnt, kannst aber die Partition trotzdem löschen. Manche Programme könnten daraufhin natürlich abstürzen.

Hinweis: Eine Erweiterte Partition kann erst gelöscht werden, wenn alle enthaltenen logischen gelöscht sind.

Erstellen von Partitionen

Auswahl des Partitionstyps

Zum Erstellen von Partitionen gehe wie folgt vor:

Wichtig: Mit freiem Speicherplatz ist nicht der freie Speicherplatz auf einem deiner Laufwerke gemeint, sondern unpartitionierter Speicherplatz. Es ist in der Datenträgerverwaltung nicht möglich, freien Speicherplatz eines Laufwerkes in unpartitionierten Speicherplatz umzuwandeln. Dies geht zum Beispiel mit Partition Magic.

Als nächstes wirst du gefragt, ob du eine Primäre oder Erweiterte Partition erstellen willst. Windows 2000 und XP erlauben 4 Primäre Partitionen, die Erweiterte eingeschlossen. Wenn das ganze jedoch Win9x kompatibel sein soll, erstell nur eine Primäre und dann eine Erweiterte über den Rest des Datenträgers.

Hinweis: Bei Einbau eines weiteren Datenträgers empfiehlt es sich keine primäre Partition, sondern nur eine erweiterte zu erstellen, die alle logischen Partitionen aufnimmt, da Win95 bei einer neuen primären Partition die Laufwerksbuchstaben neu sortiert, was zu Problemen beim Betreib von diversen Programmen unter Windows 9x führen kann. Windows 2000/XP änderen die Laufwerksbuchstaben zwar grundsätzlich nicht, es kann aber vorkommen wenn man eine Reparaturinstallation durchführt. Auch dies kann zu Problemen führen. (Danke an Madnex für diesen Tipp)

Wenn du rechts auf eine Erweiterte Partition klickst kannst du darin logische Laufwerke erstellen. Das macht Sinn, wenn man mehr als 4 Partitionen braucht.

Hinweis: Betriebssysteme können nur von primären Partitionen gebootet werden, siehe unten.

Wenn du jetzt im Zweifel bist, wie du deine Festplatte partitionieren sollst, mach es wie unter Win9x: Erstell die erste Partition als Primäre, dann mach über den ganzen Rest eine große Erweiterte und füll diese mit logischen.

Am Ende wirst du gefragt, ob du die neue Partition auch gleich formatieren willst. Siehe auch unter "Partition formatieren" weiter unten.
Zu Information über das Verteilen von Laufwerksbuchstaben siehe "Ändern der Laufwerksbuchstaben" weiter oben.

Festlegen der Aktiven Partition

Im BIOS deines Computer kannst du angeben, von welcher Festplatte er booten soll. Von welcher Partition dann gebootet wird, wird durch die aktive Partition festgelegt. Nur Primäre Partitionen können aktiviert sein.

Wichtig: Du solltest die aktive Partition nicht ändern, wenn du dir nicht ganz sicher bist. Es kann sein, dass der PC anschließend nicht mehr bootet.

Hinweis: Auf Festplatten, von denen nicht gebootet wird, spielt die aktive Partition keine Rolle.

Gehe wir folgt vor, um eine Partition zu aktivieren:

Partition formatieren

Laufwerk formatieren

Um Partition zu formatieren gehe wie folgt vor:

Als nächstes musst du dich für ein Dateisystem entscheiden. Dieser Text sollte dir helfen.

Für die Volumebezeichnung siehe auch unter "Ändern der Volumebezeichnung" weiter unten.

Die Größe der Zuordnungseinheit solltest auf Standard lassen. Kleinere Zuordnungseinheiten verhindern eher den Verlust von Speicherplatz durch halbvolle Cluster. Große Zuordnungseinheiten erhöhen hingegen die Geschwindigkeit durch geringere Fragmentierung.

Als nächstes sollte man sich über den Unterschied einer Schnell-Formatierung und einer normalen klar werden:
Bei der Schnellformatierung wird nur das Dateisystem angelegt. Das dauert nur einige Sekunden. Beim normalen Formatieren wird die ganze Festplatte vorher noch genau auf Fehler überprüft. Das kann je nach Größe bis zu eine Stunde dauern. Bei einer neuen Festplatte ist das zu empfehlen. Bei keiner der beiden Methoden werden jedoch Daten sicher vernichtet. Das geht nur mit Profi Tools.

Das Komprimieren für Dateien und Ordner aktivieren führt dazu, dass alle neuen Dateien auf dem Datenträger sofort komprimiert werden. Das kann aber auch später noch nachgeholt werden. Die Komprimierung ist transparent, drückt aber auf die Performance beim Öffnen der Dateien.

Während die Formatierung läuft kannst du weiterarbeiten. Der Fortschritt im oberen Teil unter Status angezeigt. Das Laufwerk kann während dieser Zeit nicht benutzt werden.

Hinweis: Partitionen die eine Auslagerungsdatei enthalten sowie die Systempartition können nicht formatiert werden.

Hinweis: Sind noch Dateien offen wirst du gewarnt, kannst aber die Partition trotzdem formatieren. Manche Programme könnten daraufhin natürlich abstürzen.

Hinweis: Du kannst Laufwerke auch formatieren, indem du im Explorer rechts darauf klickst und dann formatieren wählst.

Ändern der Volumebezeichnung

Du kannst für jedes Laufwerk eine beliebige Volumebezeichnung wählen. Diese hat keine weitere Bedeutung und kann jederzeit geändert werden. Sie wird im Explorer vor dem Laufwerksbuchstaben angezeigt.

Um die Volumebezeichnung einer Partition zu ändern gehe wie folgt vor:

Hinweis: Bei FAT Partitionen darf dieser maximal 11 Zeichen haben.

Hinweis: Du kannst auch im Explorer die Bezeichnung ändern, indem du rechts auf das Laufwerk klickst und dann auf Eigenschaften.

Neue Datenträger hinzufügen

Wenn du eine Neue Festplatte einbaust, muss diese erst initialisiert werden.

Beim nächsten Öffnen der Datenträgerverwaltung startet automatisch ein Assistent. Du kannst auch Rechts auf die Festplatte klicken und auf Datenträger initialisieren. Dann kannst du mit dem Partitionieren anfangen.

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Partitionen von FAT nach NTFS konvertieren

Wichtig: Du kannst FAT Partitionen nach NTFS konvertieren, aber nicht umgekehrt, d. h. diese Konvertierung ist nicht rückgängig zu machen. (mit Partition Magic 7 ist dies jedoch möglich)

Die Vorteile von NTFS findest du hier.

Hinweis: Konvertierte Laufwerke haben eine schlechtere Performance, wegen ihrer kleinen Clustergröße, also besser gleich als NTFS formatieren.

Die Konvertierung ist nicht in der Datenträgerverwaltung möglich.

Wähle dafür im Startmenü unter Zubehör die Eingabeaufforderung.

Hier musst du Befehle eingeben. Dieser Befehl heißt convert. Hier steht, wie man ihn anwendet:

CONVERT Volume /FS:NTFS [/V] [/CvtArea:Dateiname] [/NoSecurity] [/X]

Volume Bestimmt den Laufwerkbuchstaben (gefolgt von einem Doppelpunkt), den Bereitstellungspunkt oder das Volume.
/FS:NTFS Bestimmt das zu konvertierende Volume.
/V Bestimmt, das CONVERT im ausführlichen Modus ausgeführt wird.
/NoSecurity Bestimmt die Sicherheitseinstellungen für konvertierte Dateien und Verzeichnisse, die für jeden Benutzer zugänglich sind.
/X Erzwingt das Aufheben der Bereitstellung, falls notwendig. Alle geöffneten Handles auf das Volume wären dann ungültig.

Soll heißen:

/FS:NTFS ist vorgegeben
/ /X Erzwingt die Konvertierung, obwohl noch Dateien offen sein könnten. Ansonsten wird die Partition beim nächsten Neustart konvertiert.
Mit /NoSecurity sollte man vorsichtig sein:
Normalerweise setzt Windows bei der Konvertierung die NTFS Sicherheitsattribute, insbesondere dann, wenn es das Systemlaufwerk ist. So wird verhindert, dass wie bei FAT jeder wichtige Windows-Dateien löschen kann etc. Dieser Parameter verhindert das, so dass man gegebenenfalls diese Attribute selber setzen muss, was viel Arbeit ist.

Beispiel:

C: Soll nach NTFS konvertiert werden.

convert c: /FS:NTFS

Beim nächsten Neustart wird dieses Laufwerk dann konvertiert.

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