Die FDisk FAQ

1. Einführung

Microsoft FDisk, ist ein kleines Programm, welches unter MS-DOS läuft. Es ist in der Regel auf der Startdiskette von Windows 95, 98 oder ME enthalten. Es dient dazu, um Festplatten zu Partitionieren (=Unterteilen). Gestartet wird es, indem man von der Startdiskette bootet und unter MS-DOS fdisk eingibt und ENTER drückt.

Hier kannst du MS-DOS Bootdisks downloaden.

Diese FAQ erfordert einiges Grundwissen, was MS-DOS (Formatieren, wichtige Befehle), Partition (Was es ist) und die Festplattenformate (NTFS, FAT32 etc.) betrifft!
FDisk ist nur geeignet für das Erstellen von FAT-Partitionen und ist höchstens DOS und Windows 9x/ME Benutzern zu empfehlen. Das Tool hat auch schon ein gewisses Alter, so dass es zu diversen Problemen kommen kann, insbesondere mit SCSI-Festplatten und grossen Festplatten.
Ich rate deshalb an dieser Stelle nochmals dazu, das Programm PartitionMagic zu verwenden, sofern man es
kaufen will.

Achtung: Festplatten sollen möglichst immer mit dem selben Diskmanager partitioniert werden. Wenn man also am meisten ein anderes Betriebssystem nutzt, sollte man dessen Diskmanager benutzen, da logische Laufwerke nicht immer gleich verwaltet werden.

2. FAQ - Was bedeuten die Menüpunkte in FDisk?

+ Was sollen die Fragen beim starten von FDisk?
+ DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen
+ Aktive Partition festlegen
+ Partition oder logisches DOS-Laufwerk löschen
+ Partitionierungsdaten anzeigen
+ Aktuelle Festplatte wechseln

+ Primäre DOS-Partition erstellen
+ Erweiterte DOS-Partition erstellen
+ Logisches DOS-Laufwerk in der erweiterten DOS-Partition erstellen
+ Primäre DOS-Partition löschen
+ Erweiterte DOS-Partition löschen
+ Logisches DOS-Laufwerk in der erweiterten DOS Partition löschen
+ Nicht-DOS-Partition löschen


+ Zurück auf den Partitionierungs-Index
+ Zurück auf FAQ - Übersicht


Was sollen die Fragen beim starten von FDisk?

Wenn FDisk gestartet wird, wird mindestens eine Frage, die etwa 1 Seite Text enthält gestellt. Diese soll man nun mit Ja oder Nein beantworten. Die Frage(n) immer mit Ja beantworten, weil man damit quasi "FAT32 aktiviert" (es sei denn, die Partitionen sollen MS-DOS 6 kompatibel sein). Wenn auf einer Festplatte NTFS-Partitionen vorhanden sind, wird noch eine zweite Frage gestellt. Auch diese mit Ja beantworten - NTFS wird aktiviert.

Hinweis: Windows 95 legt Partition kleiner als 512 MB immer mit FAT16 an, selbst wenn die Unterstützung aktiviert wurde. Festplatten mit mehr als 32 Gb werden von fdisk für Windows 95 nicht unterstützt.

Hinweis: Festplatten von mehr als 64 GB werden unter fdisk von Windows 98 unter Umständen mit falscher Kapazität angezeigt. Prozentuale Angaben werden jedoch trotzdem richtig verwertet.

Hinweis: Wenn du mehrere Betriebssysteme installieren willst, solltest über eine kleine FAT16 Partition am Anfang nachdenken, wo alle Betriebssysteme drauf zugreifen können.

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DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen

Wie der Name des Menüeintrages schon sagt, kann man mit dieser Funktion eine Partition auf einer leeren (unpartitionierten) Festplatten erstellen. Wenn dieser Eintrag gewählt wird, kommt man zunächst nur in ein Untermenü. Die Punkte des Untermenüs sind ebenfalls einzeln in dieser FAQ aufgeführt.

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Aktive Partition festlegen

Wenn keine aktive Partition definiert ist, gibt FDisk beim beenden eine Fehlermeldung aus. In der Regel wird allerdings automatisch eine aktive Partition festgelegt, welche fast immer den Buchstaben C:\ trägt.
Dieser Menüeintrag sollte also nur bei einer Meldung des Programmes benutzt werden. Falls man manuell aktiviert werden muss, muss immer die primäre Partition aktiviert werden. Pro Festplatte kann es nur eine aktivierte Partition geben.

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Partition oder logisches DOS-Laufwerk löschen

Mit dieser Funktion lässt sich eine Festplatte, die schon mal partitioniert wurde, umpartitionieren oder gar ganz löschen, so dass sie wieder unpartitioniert ist. In diesem Menü gibt es ein Untermenü. Die einzelnen Punkte werden ebenfalls in dieser FAQ erläutert.

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Partitionierungsdaten anzeigen

Zeigt ganz einfach an, wie die aktuelle Festplatte zurzeit unterteilt ist. Die Funktion ist selbsterklärend und wird deshalb nicht weiter erläutert. Die Funktion ist auch sehr nützlich, wenn man über mehrere Festplatten verfügt, um sicher zu gehen, dass man auch die "richtige" Platte partitioniert ;).

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Aktuelle Festplatte wechseln

Diese Funktion ist nur bei Systemen mit mehr als nur einer Festplatte verfügbar. Hier kann man wählen, welche Festplatte partitioniert werden soll.

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Primäre DOS-Partition erstellen

Diese Funktion erstellt die primäre DOS-Partition. Sie erhält in der Regel immer den Buchstaben C:! Pro Festplatte lässt fdisk nur eine primäre Partition zu. Theoretisch wären jedoch vier primäre Partitionen möglich, dies kann jedoch nur mit anderen Programmen erreicht werden, da bei FDisk die Begrenzung von MS-DOS im Spiel ist.
Wenn man diese Funktion nun wählt kann man wählen, wie viel Speicher man dieser Partition zuordnen will. Dies bleibt jedem Benutzer selbst überlassen. Um dies alles besser zu verstehen, empfehle ich, ein "Konkretes Beispiel" in dieser FAQ durchzulesen!

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Erweiterte DOS-Partition erstellen

Die "Erweiterte Partition" muss erstellt werden, wenn man logische Laufwerke definieren möchte. Die erweiterte Partition selber erhält KEINEN Buchstaben, sondern nur das logische Laufwerk, dass anschliessend in der erweiterten Partition erstellt werden muss!
Zu erklären, was genau die Erweiterte Partition ist, ist nicht sehr einfach. Klar ist, dass die erweiterte Partition den ganzen Speicher enthalten sollte, der nicht von der primären Partition belegt ist. Das heisst zum Beispiel, wenn die primäre Partition 20 GB von 50 belegt hat, erhält die erweiterte Partition also den Rest, nämlich 30 GB. Diese 30 GB müssen nun auf eines oder mehrere logische DOS-Laufwerke verteilt werden. (-> Siehe dazu "Logische DOS-Laufwerke erstellen).
Sobald in FDisk eine erweiterte Partition erstellt wurde, wechselt das Programm automatisch zu "Logisches DOS-Laufwerk in der erweiterten DOS-Partition erstellen".
Um diesen Punkt besser zu verstehen, rate ich dazu, ein "konkretes Beispiel" in dieser FAQ durchzulesen!

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Logisches DOS-Laufwerk in der erweiterten DOS-Partition erstellen

Wenn eine erweiterte Partition erstellt wurde, kann man den Speicherplatz dieser erweiterten Partition, unterteilen. Theoretisch könnte man so nun "logische" Laufwerke von D: bis Z: definieren. Wenn man diesen Punkt ausführt, wird gefragt wieviele Prozent bzw. MB man einem logischen Laufwerk zuordnen will. Jeder benutzer kann das selber bestimmen, je nach dem, wie er die Platte unterteilen möchte.

Achtung: Die Prozentangaben / Megabyteangeben beziehen sich nicht auf den ganzen verfügbaren Speicherplatz auf der Platte, sondern nur auf den Speicher, der zuvor der erweiterten Partition zugeordnet wurde!

Wichtig ist, dass am Schluss der ganze Speicher der erweiterten Partition auf logische Laufwerke verteilt ist, da sonst der Rest als „unpartitioniert“ (unbrauchbar) gilt - wäre ja sonst schade!

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Primäre DOS-Partition löschen

Löscht die primäre Partition (In der Regel C:). Die erweiterte Partition kann bleiben.

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Erweiterte DOS-Partition löschen

Löscht die erweiterte Partition einer Festplatte. Sie kanne erst gelöscht werden, wenn sämtliche logischen Laufwerke bereits gelöscht wurden.

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Logisches DOS-Laufwerk in der erweiterten DOS Partition löschen

Löscht ein einzelnes logisches Laufwerk aus der Erweiterten Partition.

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Nicht-DOS-Partition löschen

Löscht eine Partition die nicht mit FAT formatiert ist. Darunter fallen unter anderen NTFS (Windows NT-Partitionen) und Linux-Partitonen.

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Hanspeter unterteilt seine 30 GB Festplatte

Hanspeter hat sich eine neue 30 GB Festplatte gekauft und möchte diese nun gerne in 3 Teile à jeweils 10 GB unterteilen, so dass er am Schluss die Laufwerke C:, D: und E: besitzt. Da er PartitionsMagic nicht besitzt (und auch nicht kaufen will), benutzt er dazu das Programm "MS FDisk". Er geht folgendermassen vor:

Er startet seinen PC von der Windows-Startdiskette aus und gibt danach „fdisk“ ein. Das Programm startet. Die Fragen, die das Programm am Anfang stellt, beantwortet er jeweils mit J (Ja).
Als erstes wählt er „DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen“ aus und im darauffolgenden Menü den Punkt „Primäre DOS-Partition erstellen“. Das Laufwerk wird nun kurz überprüft. Jetzt wird er gefragt, wie viel Speicher er dieser Partition zuordnen möchte. Er gibt 33% an, da er ja 10 GB (= 33% von 30GB) auf diesem Laufwerk haben will. Und schon hat er das Laufwerk C: definiert.
Mit ESC gelangt er zurück ins Hauptmenü und wählt erneut „DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen“ aus und drückt diesmal im Untermenü auf „Erweiterte DOS-Partition“. Die Festplatte wird kurz geprüft und dann wird er gefragt, wieviel Speicher er den zuordnen will. Hanspeter gibt 100% des freien Speichers an (10 GB sind ja bereits vergeben, also 100% entsprechen den restlichen 20 GB). Er wird automatisch weitergeleitet zu „Logische DOS-Partition in der erweiterten DOS-Partition erstellen“. Er wird gefragt, wie viel Speicher er der ersten logischen Partition zuordnen will. Er gibt 50 % an (50% von 20 GB sind 10 GB) und geboren ist das Laufwerk D:\. Er geht wieder zurück ins Hauptmenü, drückt wieder auf „Logische DOS-Partition in der erweiterten DOS-Partition erstellen“. Er wird wieder gefragt, wie viel er den Laufwerk E: zuordnen will und gibt 100% an (weil ja 10GB auf C: und 10 GB auf D: vergeben ist, bleiben noch 10 GB). Zurück im Hauptmenü - Alles ist jetzt unterteilt. Zur Sicherheit schaut er nochmals in "Partitionierungsdaten anzeigen" - Alles ist richtig nach Wunsch zugeordnet:

Laufwerk C: = 10 GB
Laufwerk D: = 10 GB
Laufwerk E: = 10 GB

Er ist allerdings noch nicht ganz fertig. Er beendet FDisk mit ESC und startet den PC mit STRG+ALT+DEL neu, erst dann formatiert er die Laufwerke mit FAT32, welche nach dem partitionieren noch unformatiert sind. Zum formatieren geht er folgendermassen vor:

Nach dem er den PC gestartet hat, ist DOS auf der Diskette, also A:\>. Hanspeter gibt nun "format C:" ein und DOS fragt nach, ob er wirklich formatieren wolle. Er antwortet mit J (Ja). Je nach grösse der Festplatte dauert es etwas länger. Wenn DOS mit dem formatieren fertig ist, fragt er nach einer Datenträgerbezeichnung. Diese ist freiwillig und kann beliebig gewählt werden. Hanspeter nennt die erste festplatte "Windows98". (Die Partition sollte nie "Windows" genannt werden)
Nun muss er die zweite formatieren. Dazu geht er gleich vor, wie mit C:, nur statt "format C:" gibt er jetzt "format D:" ein und der gleiche Vorgang startet nochmal. Auch mit Laufwerk E: macht er das. Danach ist er fertig und der Computer bereit, um ein Windows darauf zu installieren.

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Eine 20 GB Festplatte „halbieren“

Nina hat sich eine neue 20 GB Festplatte gekauft und möchte diese nun gerne in 2 Teile à jeweils 10 GB unterteilen, so dass sie am Schluss die Laufwerke C: und D: besitzt. Da sie PartitionsMagic nicht besitzt (und auch nicht kaufen will), benutzt sie dazu das Programm FDisk. Sie geht folgendermassen vor:

Sie startet ihren PC von der Windows-Startdiskette aus und gibt danach „fdisk“ ein. Das Programm startet. Die Fragen, die das Programm am Anfang stellt, beantwortet sie jeweils mit J (Ja).
Als erstes wählt Sie „DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen“ aus und im darauffolgenden Menü den Punkt „Primäre DOS-Partition erstellen“. Das Laufwerk wird nun kurz überprüft. Jetzt wird Sie gefragt, wie viel Speicher sie dieser Partition zuordnen möchtel. Sie gibt 50% an, da Sie ja 10 GB (= 50% von 20GB) auf diesem Laufwerk haben will. Und schon hat sie das Laufwerk C: definiert. Mit ESC gelangt sie zurück ins Hauptmenü und dort wählt sie erneut auf „DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen“ aus und diesmal geht Sie im Untermenü auf „Erweiterte DOS-Partition“. Die Festplatte wird kurz geprüft und dann wird gefragt, wie viel Speicher Sie den zuordnen will. Nina gibt 100% des freien Speichers an (10 GB sind ja bereits vergeben, also 100% entsprechen den restlichen 10 GB). Sie wird automatisch weitergeleitet zu „Logische DOS-Partition in der erweiterten DOS-Partition erstellen“. Sie wird gefragt, wie viel Speicher er der ersten logischen Partition zuordnen will. Sie gibt 100 % an (100% von 10 GB sind 10 GB) und geboren ist das Laufwerk D:\. Zurück im Hauptmenü - Alles ist unterteilt. Zur Sicherheit schaut sie nochmals ins Menü „Partitionierungsdaten anzeigen“ , ob alles richtig unterteilt ist. - Alles richtig nach Wunsch eingerichtet:

Laufwerk C: = 10 GB
Laufwerk D: = 10 GB

Sie ist allerdings noch nicht ganz fertig. Sie beendet FDisk mit ESC und startet den PC mit STRG+ALT+DEL neu, erst dann formatiert sie die Laufwerke mit FAT32, welche nach dem partitionieren noch unformatiert sind. Zum formatieren geht er folgendermassen vor:

Nach dem Sie den PC gestartet hat, ist DOS auf der Diskette, also A:\>. Nina gibt nun "format C:" ein und DOS fragt nach, ob Sie wirklich formatieren wolle. Sie antwortet mit J (Ja). Je nach grösse der Festplatte dauert es etwas länger. Wenn DOS mit dem formatieren fertig ist, fragt es nach einer Datenträgerbezeichnung. Diese ist freiwillig und kann beliebig gewählt werden. Nina nennt die erste festplatte "Windows98". (Die Partition sollte nie "Windows" genannt werden)
Nun muss Sie die zweite Partition formatieren. Dazu geht sie gleich vor, wie mit C:, nur statt "format C:" gibt sie jetzt "format D:" ein und der gleiche Vorgang startet nochmal. Danach ist er fertig und der Computer bereit, um ein Windows darauf zu installieren.

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